Sunset

Obwohl ein alltägliches Phänomen, zieht uns die untergehende Sonne immer wieder in ihren Bann. Auch aus der Kunst ist das Motiv nicht wegzudenken. Und dennoch steht es unter Kitsch-Verdacht. Mit der Ausstellung Sunset präsentiert die Kunsthalle Bremen rund 120 hochkarätige Werke von der Romantik bis in das 21. Jahrhundert. In der Ausstellung geht es nicht nur um die Frage des Kitsches, sondern auch um das Potential des Themas, in zutiefst menschliche Sphären vorzudringen. So sind die gezeigten Werke vielfältig: Die Arbeiten unter anderem von Tacita Dean, Claude Monet, Dieter Roth, William Turner und Félix Vallotton sind berührend, humorvoll und apokalyptisch – mal abstrakt, mal atemberaubend schön.

 

Mehr zur Ausstellung: Sunset.

Die Großherzogin von Gerolstein

Es wird noch turbulenter auf der Bühne des Ernst Deutsch Theaters. Die Großherzogin von Gerolstein mit Daniela Ziegler, in der Inszenierung von Anatol Preissler sorgt für beste Unterhaltung bis zum Beginn des neuen Jahres.

Die Großherzogin des Herzogtums Gerolstein will nicht länger von ihren Ministern wie eine unmündige Marionette behandelt werden. Selbstbewusst fordert sie mehr Macht und das Recht auf autonome Entscheidungen. Das ist ganz und gar nicht im Sinne von Baron Puck und General Bumm, die weiter ungestört ihre eigenen Ziele verfolgen wollen. Um die Großherzogin von den Staatsgeschäften abzulenken, wird kurzerhand einem Nachbarherzogtum der Krieg erklärt. Bei der Regimentsparade greift die Großherzogin den Soldaten Fritz heraus und unterläuft damit die Pläne der für sie vorgesehenen Heirat mit dem Prinzen Paul. Fritz ist allerdings in Wanda verliebt und erwidert die Avancen der Großherzogin nicht. Diese sinnt auf Rache.

Mit dieser Produktion feiert Daniela Ziegler ihr 50jähriges Bühnenjubiläum – feiern Sie mit!

 

Weitere Informationen: Die Großherzogin von Gerolstein.

Swinging Christmas

Warum auf eine bekannte Melodie nicht mal eine Improvisation wagen? Das fragte sich das NDR Vokalensemble und entschied sich dazu, dieses Jahr die traditionellen Weihnachtslieder ordentlich durcheinanderzuwirbeln. Verstärkung erhält es dabei von der NDR Bigband. Gemeinsam präsentieren sie Gospels und Jazz-Arrangements beliebter Weihnachtsklassiker.

Mehr Informationen und Tickets: Swinging Christmas.

 

Hamburg und Tirol

Wintersportparadies und naturverbundene Alpenidylle: Die Hamburger Faszination für Tirol hält spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts an. Mit dem aufkommenden Massentourismus eroberte sich Hamburgs wohlhabende bürgerliche Gesellschaft den Tiroler Raum, Wissenschaftler*innen und Sammler*innen nutzten die neuen Eisenbahnlinien und ausgebauten touristischen Infrastrukturen vor Ort für ihre Zwecke. Bilder stereotyper Alpenidylle faszinierten durch großangelegte alpine Vergnügungsveranstaltungen, Freizeitparks mit Bergkulisse und Tiroler Bierhallen auch jene Hamburger*innen, die sich die Reise nicht leisten konnten.

Die Ausstellung im MARKK, die unter Einbeziehung aktueller Perspektiven unterhaltsam neue Geschichten und alte Geschichten neu erzählt, verrät viel über Tirol, aber auch einiges über die Hamburger*innen selbst.

Mehr: Hamburg und Tirol.

Grands Boulevards

Die sinnlichen und ornamentalen Formen des Jugendstils begeistern bis heute. Zu den charakteristischen Motiven, die von der Natur inspiriert sind, gehören zarte Ranken, organische Formen, wirbelnde Linien und exotisch anmutende Körper – sie stehen sinnbildlich für den Wunsch nach Freiheit und für die Abkehr von den Formen des Historismus im 19. Jahrhundert.

Neben Werken aus der Malerei, Skulptur sowie Schmuck, Glasarbeiten und Keramiken waren es vor allem die Plakate, in denen die Formensprache des Jugendstils Verbreitung und Vollendung fand. Die Präsenz der Plakate im öffentlichen Raum führte dazu, dass sich die Straßen von Paris, München und New York gleichsam in Kunstausstellungen unter freiem Himmel verwandelten und Werke namhafter Künstler versammelten.

Über 120 Jugendstilplakaten können in der neuen Ausstellung im Landesmuseum Oldenburg bewundert werden.

Mehr: Grands Boulevards.

1+1=3

Steine, Sand, Bienenwaben, Strohhalme, Glaslinsen, Holz oder Textilien ergänzt um Handschriftliches und Zeichnungen – die Werkstoffe und Techniken, mit denen Mary Bauermeister arbeitet, sind vielfältig und überraschend. Als die Arte Povera Ende der 1960er Jahre ihren Namen erhält, experimentiert Mary Bauermeister längst mit sogenannten armen, vermeintlich kunstfernen Materialien. Sie, die seit ihrem ersten verkauften Bild im Jahr 1955 von der Kunst lebt, ist trotz großer Erfolge in der New Yorker Kunstszene der 1960er Jahre einem breiten Publikum unbekannt geblieben.

Mit rund 60 Exponaten von Mitte der 1950er bis in die 1970er Jahre bietet die Ausstellung in der Kunsthalle zu Kiel nun erstmals in diesem Umfang in Deutschland Einblicke in das verzweigte wie eigenwillige künstlerische Schaffen von Mary Bauermeister. Der Blick der Künstlerin auf die Kunst und das eigene Schaffen sind aufs Engste mit ihrem Leben verwoben: Die heute 88-Jährige will über das eigene Denken, über das vermeintlich Folgerichtige hinaus stets offen sein für das Überraschende und den Zufall. Diese Haltung spricht auch aus der mathematisch unlogischen Addition, die sie bereits vor Jahrzehnten zu ihrer Signatur erklärt: 1+1=3.

Mehr: 1+1=3.

Michael Jäger

Als Künstler denkt Michael Jäger in Farben, Bildern und Räumen. Er malt abstrakt in der heute ungewöhnlichen Technik der Hinterglasmalerei. Auf große Acrylplatten schichtet er Farben und Formen – und arbeitet dabei „andersherum“ als beim klassischen Tafelbild, wo das zuletzt gemalte Detail immer auch nach vorne zu den Betrachtenden schaut. Seine Gemälde kombiniert er mit großflächigen geometrischen Raumbildern/Wandmalereien, die er mit Bezug zur vorgefundenen Architektur für das Kunstmuseum Celle entwickelt hat.

Für jedes Ausstellungsprojekt schafft Jäger immer wieder neue Verknüpfungen von Raum- und Zeitebenen, Persönlichem und Allgemeinem, Transportablem und Ortsgebundenem, Unikaten und Wiederholungen. Bilder und Farben behalten dabei immer ihren jeweils eigentümlichen Charakter, aber sie agieren in verschiedenen Funktionen und mit unterschiedlichen Wirkungen – in etwa so, wie Schauspieler ihre Rollen wechseln.

Mehr: Michael Jäger.

Körper in Gesellschaft

Mit KÖRPER IN GESELLSCHAFT zeigt das Sprengel Museum Hannover eine Ausstellung, die den menschlichen Körper in der Gesellschaft in den Fokus nimmt. Ein Dutzend Werke von den 1970er-Jahren bis heute – darunter Arbeiten von Alexandra Bircken, Jürgen Klauke und Boris Mikhailov – verhandeln Körper und Körperlichkeit auf unterschiedliche Weise in verschiedenen Medien: in Fotografie, Plastik und Malerei.

Keine Frage, Körper sind nicht bloß Masse oder reiner Organismus. Körper sind seit jeher politisch und gesellschaftlich aufgeladenes Projektions- und Kommunikationsmittel einer jeden Gesellschaft. Von Darstellungen in der griechischen Antike bis zur Bilderflut auf Instagram, TikTok und Co. – Körperbilder und -ideale waren und sind omnipräsent. Auch in der Kunst ist der Körper das Maß vieler Dinge, Bezugs- und Ausgangspunkt und Inspiration für Kunstschaffende. Kunst kann nicht losgelöst vom Körper existieren. KÖRPER IN GESELLSCHAFT zeigt künstlerische Positionen, bei denen der Körper im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht.

Mehr: Körper in Gesellschaft.

china hinter glas

Phantasievolle Landschaften, Märchen- und Sagenhaftes, kuriose Familienereignisse und Skurriles aus dem Alltag: Das China des 19. und 20. Jahrhunderts präsentiert sich leuchtend auf den kunstvollen Hinterglasbildern aus der Sammlung Rupprecht Mayers.

Zwischen 1850 und 1965 in China entstanden, greifen die vielfarbigen Bildwerke Glücksmotive sowie mythologische, historische und literarische Themen der chinesischen Kultur auf. Bei der Umsetzung nahmen die meist anonymen Künstler*innen aber auch das alltägliche Leben der Menschen ins Visier und illustrieren in den Hinterglasbildern damit gesellschaftliche Vorlieben und Veränderungen.

Die ursprünglich in Europa entstandene Technik der Hinterglasmalerei gelangte vor etwa 300 Jahren nach China. Aufgrund seiner textuellen Beschaffenheit wurde Glas dort für die Inszenierung von Farbe und Licht zum beliebten Malgrund. Die rund 80 Werke der Ausstellung im Landesmuseum Hannover repräsentieren so auch einen kulturellen Transfer, ein vielschichtiges Ineinandergreifen von Ost und West.

Mehr: china hinter glas.

Nolde / Rohlfs

Die beiden Norddeutschen Emil Nolde (1867–1956) und Christian Rohlfs (1849–1938) zählen zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Als ausgesprochene Einzelgänger lässt sich anhand ihrer Viten ihre individuelle Werkentwicklung hin zu ihrer jeweils einzigartigen Ästhetik nachvollziehen und als Teil der größeren kunsthistorischen Umbrüche um die vorletzte Jahrhundertwende sehen. Darüber hinaus eröffnen die Biografien beider eine historisch-politische Perspektive. Denn während Rohlfs Zeit seines Lebens nicht explizit politisch agierte, war Nolde von der nationalsozialistischen Ideologie fasziniert und diente sich dem NS-Regime an. Die ambivalente Einschätzung des Expressionismus während des Dritten Reichs – zunächst als deutsche Kunst, d.h. als nordischer Expressionismus in Teilen anerkannt, dann als entartet verfemt – führt vor Augen, wie unabgeschlossen Bedeutungszuschreibungen sind und welche Verunsicherungen und Herausforderungen dadurch für unsere Rezeption entstehen.

Die Ausstellung Nolde / Rohlfs. Zwei Künstlerleben in der Kunsthalle Emden wirft durch die kontrastierende Gegenüberstellung beider Nordfriesen in rund 100 Werken die noch immer wichtige Frage nach dem Verhältnis von Person und Werk auf: Verunglimpft die ideologische Haltung eines Künstlers dessen gesamtes Werk? Darf man dieses Werk heute noch betrachtend genießen oder muss man Böses auch im Schönen vermuten?

Mehr: Nolde / Rohlfs.

Wie alles begann

Wissenschaft hautnah: Im Museum der Arbeit können Besuchende in der Ausstellung „Wie alles begann“. Von Galaxien, Quarks und Kollisionen“ eine Zeitreise zum Ursprung unseres Universums unternehmen. Die multimediale und interaktive Ausstellung gibt spannende Einblicke in  die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Teilchenphysik, Astroteilchenphysik und Kosmologie und präsentiert sie auf interaktive Weise: Eine Funkenkammer macht die allgegenwärtige Strahlung sichtbar, die an den Grenzen unserer Atmosphäre beim Aufprall hochenergetischer Teilchen aus den Tiefen des Weltalls entsteht. In der interaktiven Installation „Big Bang“ können die Besuchenden des Museums der Arbeit das frühe Universum entdecken und durch das Zeitalter der Elementarteilchen navigieren oder sich in der „Dark Matter Simulation“ anschauen, was ein veränderter Anteil von Dunkler Materie in Sternensystemen für Effekte hat.

Erweitert wird die Ausstellung durch Werke von fünf Hamburger Kunstschaffenden, die Fragen nach der Unendlichkeit des Weltalls, der Erforschung des Urknalls und die damit verbundenen Vorstellungen aus einer künstlerischen Sichtweise erfahrbar machen.

Mehr: Wie alles begann.

Von hier nach dort

Wo bin ich? Wo ist mein Ziel? Wie komme ich zum Ziel? Und wie beschreibe ich den Weg dorthin? Diese Fragen zu stellen und zu beantworten, bedeutet zu Navigieren!

Die Ausstellung „VON HIER NACH DORT!“ im Altonaer Museum stellt genau diese Fragen und ermöglicht ein Eintauchen in wissenswerte und überraschende Fakten rund um die Themen Orientierung und Navigation. An vielen Mitmachstationen können Techniken ausprobiert werden, die dabei helfen, sicher zum Ziel zu finden. Immer mit der Frage im Kopf: Wie komme ich von hier nach dort? Dazu gibt es historische Objekte zu bestaunen und spannende Geschichten zu hören: Wofür braucht man ein Handlot, wie benutzt man einen Kompass, was kann man von einer Seekarte ablesen und wie weiß das Navi, wo ich bin?

 

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Sukyeon Kim

Sukyeon Kim zählt zu den vielversprechendsten Pianistinnen der jüngeren Generation: Stupende Technik und hohe Ausdruckskraft zeichnen ihr Spiel aus. Schon in jungen Jahren war sie Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Ihr breites Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Moderne. Auch ihren Klavierabend in der Elbphilharmonie zeichnet eine große Vielfalt aus: Chopins 24 Preludes stellt Kim jenen von Scrjabin gegenüber und ergänzt das Programm durch einige Etüden von Kapustin, die stark unter dem Einfluss des Jazz stehen.

 

Programm:

Chopin: 24 Preludes, op. 28
Scrjabin: 24 Preludes, op. 11
Kapustin: 4 Etüden aus op. 40

 

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Franziska Pietsch & Josu de Solaun

Für seine CD-Einspielung »Fantasque« erhielt das Duo Pietsch / de Solaun 2021 den begehrten „International Classical Music Award“ (ICMA) – einen der wichtigsten Preise der internationalen Musikszene. Entsprechend wurde diese CD-Einspielung auch in der Presse enthusiastisch gefeiert. So schrieb Fono Forum: »Schwärmen, Erzählen, Farben leuchten lassen. Franziska Pietsch und ihr spanischer Klavierpartner Josu de Solaun sind […] ein exzellent aufeinander eingestelltes Duo.« Das Publikum kann sich also auf einen hochkarätigen und abwechslungsreichen Abend im Kleinen Saal der Elbphilharmonie einstellen!

 

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Kristina Miller

Die in Moskau geborene Pianistin Kristina Miller stellt ihre außergewöhnlichen technischen Fähigkeiten gerne in virtuosen Werken zur Schau. Auch für ihren Klavierabend in der Elbphilharmonie hat sie ein besonderes Programm ausgesucht: Neben Bachs berühmter Chaconne d-moll in der Bearbeitung von Busoni erklingt u. a. Rachmaninows Sonate Nr. 2 b-moll, eines der bedeutendsten Werke des Komponisten, und Cziffras Paraphrase über »Die Fledermaus« von Strauss. Das Publikum kann sich auf einen atemberaubenden Klavierabend freuen!

 

Mehr über die Veranstaltung: Kristina Miller

Georgijs Osokins

Georgijs Osokins ist der Duo-Partner des renommierten Geigers Gidon Kremer. Als Solist eines Klavierkonzerts von Schostakowitsch war er bereits im Großen Saal der Elbphilharmonie zu erleben. Für seinen Klavierabend im Kleinen Saal hat er ein besonders anspruchsvolles Programm ausgesucht, dessen Höhepunkt Chopins 12 Etüden op. 25 bilden – eine pianistische Herausforderung!

 

Mehr über die Veranstaltung: Georgijs Osokins

Wildes, Wüstes, Wunderschönes

Im konzeptionellen wie auch räumlichen Zentrum der neuen Sammlungspräsentation steht die Künstlerin und Autorin Anita Albus. Ein Großteil ihres künstlerischen Werks gehört zum Sammlungsbestand der Kunsthalle zu Kiel. In Wildes, Wüstes, Wunderschönes ist Anita Albus das ganze Jahr mit ihren in höchster Präzision gemalten Werken präsent, in denen sie sich mit seltenen und ausgestorbenen Arten der Tier- und Pflanzenwelt beschäftigt.

Die Ausstellung zeigt anhand von Pflanzen- und Landschaftsdarstellungen sowie Arbeiten aus organisch-vergänglichen Materialien in vielfältiger Weise auf, wie sich Künstler*innen mit Themen der Natur und dem Verhältnis des Menschen zu ihr auseinandersetzen. Materialität und Wirklichkeitsbeobachtung ist auch Thema der Stilllebenmalerei, die die Ausstellung anhand von Positionen der Malerei und der Fotografie vorgestellt.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Wildes, Wüstes, Wunderschönes

Diango Hernández

Diango Hernández begann seine künstlerische Praxis 1994 in Kuba als Mitbegründer des Ordo Amoris Cabinet, einer Gruppe von Künstlern und Designern, die sich auf erfundene Lösungen für Wohnobjekte konzentrierten, um den ständigen Mangel an Materialien und Waren auszugleichen.

Für die Kestner Gesellschaft hat er ein ortsspezifisches Projekt mit dem Titel „Bañistas“ (dt. Badende) entwickelt. Diese große Wandarbeit im Café Tender Buttons ist sowohl eine Hommage an die persönliche Biografie des Künstlers und die Erinnerung an seinen Geburtsort als auch eine Reflexion über die ursprüngliche Funktion des aktuellen Gebäudes der Kestner Gesellschaft, das im kollektiven Gedächtnis als Ort der Freizeitgestaltung – als Schwimmbad – bekannt ist: das ehemalige Goseriedebad, das 1905 eröffnet und 1982 stillgelegt wurde.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Diango Hernández

nach italien

Der Duft von Zitronen, magisches Licht, verwunschene Landschaften: Sehnsuchtsort Italien! Lange bevor der Massentourismus das Reisen zur Normalität macht, pilgern Adelige, reiche Bürgerliche und viele Künstler gen Süden. Getrieben von künstlerischer Neugierde suchen sie nach Inspiration, Freiheit und einem neuen Lebensgefühl. Im Zentrum der europäischen Kunst bewundern sie antike Meisterwerke und wandeln auf den Spuren der alten Meister. Mitbringsel dieser »Grand Tour« sind mitunter reiche Kunstsammlungen – ein Versuch, das »dolce vita« in der Heimat zu konservieren.

Die Ausstellung im Landesmuseum Hannover folgt den Reisenden in das Land ihrer Träume – zeigt aber auch den italienischen Blick auf die eigene Heimat. Piranesi, Ahlborn, Signac oder Slevogt: Sie alle haben Landschaften, Licht und Leute Italiens auf ihre ganz eigene Weise eingefangen und damit persönliche Visionen ihres Sehnsuchtsorts geschaffen. So führt die »Reise in den Süden« die Betrachter*innen in ein malerisches Italien der Vergangenheit, geprägt durch den Blick seiner Bewunderer.

Mehr erfahren: nach italien.

Über Wasser und Pflanzen

In Kooperation mit dem Botanischen Garten der Universität Rostock realisiert die Kunsthalle Rostock ein übergreifendes Kooperationsprojekt, in der naturwissenschaftliche Forschung und Kunst in den Dialog treten.

Ausgehend von der Tatsache, dass Wasser die unabdingbare Voraussetzung für die Anwesenheit von organischem Leben ist, verfolgt dieses Projekt das Ziel, die adäquaten Umgangsformen mit Naturressourcen, insbesondere von Wasser, und deren Wertschätzung zu stärken, sowie künftige potentielle Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu beleuchten. Die beteiligten Institutionen werden durch Vernetzung mit internationalen Kooperationspartnern ein innovatives interdisziplinares Programm entwickeln.

Im Fokus des Projekts steht die Beschäftigung mit austrocknungstoleranten „Wiederauferstehungspflanzen“, die vor allem in den Tropen auf Felsen wachsen. Diese Pflanzen sind in der Lage, lange Perioden, etwa Wochen, Monate oder gar Jahre, im ausgetrockneten Zustand zu überleben. Rostocker Botaniker aus der Arbeitsgruppevon Prof. Dr. Stefan Porembski forschen über trockenheitsresistente Pflanzen in Afrika, Asien und Südamerika. In Zukunft könnte es möglich sein, die Fähigkeit zur Austrocknungstoleranz auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen zu übertragen, die dann weniger durch Dürren gefährdet wären. Aufgrund des anthropogen verursachten Klimawandels werden auch in urbanen Lebensräumen u.a. Gärten und Parkanlagen, Pflanzen mit einem geringeren Wasserbedarf in Zukunft eine größere Rolle spielen. Die vorhergesagte geringere Verfügbarkeit von Wasser wird für alle Menschen sichtbare Folgen in seiner Umwelt hinterlassen (u.a. Austrocknen von Gewässern, Waldbrände).

Mehr erfahren: Über Wasser und Pflanzen

Eine Stadt wird bunt

Im Jahr seines 100-jährigen Jubiläums präsentiert das Museum für Hamburgische Geschichte mit der Ausstellung „Eine Stadt wird bunt“ einen besonderen Einblick in eines der spannendsten Kapitel der jüngeren Kulturgeschichte. Auf der Grundlage des im letzten Jahr erschienenen gleichnamigen Bild- und Textbandes beleuchtet die Ausstellung die „Hamburg Graffiti History“ im Zeitraum von 1980 bis 1999 und zeigt in Form von Bildern und Objekten, aber auch mittels Inszenierungen und Kunstwerken die Verwandlung von einem grauen, von Nachkriegsarchitektur und Brachen geprägten Hamburg hin zu einer farbenfrohen, bunten Stadt, die in Europa neben Paris, Amsterdam oder München zu einem der europäischen Epizentren der Graffiti- und Hip-Hop-Szene zählte. Hamburg spielte bei der Verbreitung der Jugendkultur des Hip-Hop und insbesondere der Kunstform des Graffiti in Deutschland eine zentrale Rolle. Als die oftmals gesprühten Bilder, Schriftzüge und Zeichen Anfang der 1980er Jahren ihren Weg aus den Metropolen der USA nach Europa fanden, entwickelte sich an der Elbe schnell eine wachsende Szene, die bis heute tiefe Wurzeln in der Hamburger Stadt- und Kulturlandschaft hinterlassen hat.

Begleitet wird die Ausstellung von einer multimedialen Web-App, die die Ausstellung als partizipative Plattform digital erweitern und die Präsentation im Museum mit realen Orten im Stadtraum verbinden soll.

Mehr erfahren: Eine Stadt wird bunt.

World Press Photo 2022

Die World Press Photo Foundation zeichnet seit 1955 jedes Jahr die besten internationalen Pressefotografien des jeweiligen Vorjahres mit dem World Press Photo Award aus. Die Themen des größten und renommiertesten Wettbewerbs dieser Art reichen von politischen Auseinandersetzungen über Umweltprobleme bis zu Sportreportagen und Momenten aus dem Alltagsleben. Die preisgekrönten Fotografien werden in einer Wanderausstellung gezeigt, die in mehr als 80 Städten auf der ganzen Welt von über einer Million Besucher*innen gesehen wird. Sie werden erstmal im Altonaer Museum gezeigt.

Eine unabhängige Jury hat die Gewinner*innen des World Press Photo Award 2022 aus 64.823 Beiträgen von 4.066 Fotograf*innen aus 130 Ländern ausgewählt. Die insgesamt 24 prämierten Fotograf*innen stammen aus 23 Ländern: Ägypten, Argentinien, Australien, Bangladesch, Brasilien, Deutschland, Ecuador, Frankreich, Griechenland, Indien, Indonesien, Japan, Kanada, Kolumbien, Madagaskar, Mexiko, die Niederlande, Nigeria, Norwegen, Palästina, Russland, Sudan und Thailand.

Die ausgezeichneten Arbeiten bieten eine beeindruckende Vielfalt von Perspektiven aus allen Teilen der Welt und präsentieren mutige Geschichten und einzigartige Einblicke zu aktuellen Konflikten und Ereignissen – von den unbestreitbaren Auswirkungen der Klimakrise über die weltweit zunehmenden Kämpfe um gesellschaftliche Gleichberechtigung bis hin zu den Diskussionen über den Schutz und die Bewahrung indigener Kulturen und deren Lebensräume.

Mehr Informationen: World Press Photo 2022

Ensemble Du Verre: When and Where

Erstmals seit drei Jahren spielt das Ensemble Du Verre (E.D.V.) wieder ein Konzert. In ganz neuer Besetzung, die an diesem Abend ihr Debut geben wird. Sönke Düwer rief E.D.V. 2003 ins Leben und arbeitet seither mit ganz unterschiedlichen MusikerInnen und SängerInnen. In den bald 20 Jahren kontinuierlicher, musikalischer Weiterentwicklung entstanden acht Alben, die durch die seltene Mischung aus Anspruch und Zugänglichkeit miteinander in Verbindung stehen. Musik in einer Fusion unterschiedlicher musikalischer Stile und Dynamiken mit verblüffend homogenen Resultaten.

Oliver Sonntag und Edgar Herzog haben in den vergangenen Jahren immer wieder mit E.D.V. zusammengearbeitet. Nun stehen sie erstmals in dieser spannenden Besetzung, gemeinsam mit Sönke Düwer und der Sängerin Jamie Watson auf der Bühne. Gespielt wird ein brandneues Konzertprogramm. Neben Songs der aktuellen EP „Lightning Bugs“ wird es auch eine Werkschau geben.

Tickets unter folgendem Link erworben werden: Ensemble du Verre: When and Where

Hinweis zum Ticketkauf: Für die Onlinebuchung von Tickets zum ermäßigten Preis für die Inhaber*innen der NDR Kultur Karte ist während des Kaufvorgangs ab sofort die Eingabe eines Codes in das entsprechende Feld notwendig. Der Code lautet: NDRKULTURKARTE

Aida Sikira & Mischa Schumann: Two Faces

Zwei exzellente Pianisten treten im Wechsel auf der Bühne in einen kreativen Dialog und zeigen, dass zwischen improvisierter und komponierter Musik mehr Gemeinsamkeiten vorhanden sind, als man es vermuten würde.

Aida Sikira liebt es, zwischen Barockmusik und Werken der Spätromantik oder der klassischen Moderne zu springen, während Mischa Schumann seine Kompositionen für Klavier solo bewusst im Spannungsfeld zwischen klassischer Musik und zeitgenössischen Spielweisen des Jazz hält.

Zu hören gibt es neben Werken von Ludwig van Beethoven, Alberto Ginastera, Sergej Rachmaninoff und Fazil Say auch eigene Kompositionen von Mischa Schumann sowie Stücke von Duke Ellington.

Im Resultat steht ein unkonventionelles Konzertereignis, bei dem das Publikum Neues entdecken und Altbekanntes neu hören kann.

Tickets können unter folgendem Link erworben werden: Aida Sikira & Mischa Schumann: Two Faces

Hinweis zum Ticketkauf: Für die Onlinebuchung von Tickets zum ermäßigten Preis für die Inhaber*innen der NDR Kultur Karte ist während des Kaufvorgangs ab sofort die Eingabe eines Codes in das entsprechende Feld notwendig. Der Code lautet: NDRKULTURKARTE

Empowerment

Trotz weltweiter Bewegungen, Demonstrationen und Petitionen, um Gleichberechtigung herzustellen, kann auch im 21. Jahrhundert im Hinblick auf Frauen und LGBTQIA+-Communitys von einer umfassenden Gleichstellung der Geschlechter noch immer nicht gesprochen werden. Strukturelle Macht- und Ungleichheitsverhältnisse verhindern vielerorts gleiche Bezahlung oder die Honorierung häuslicher Arbeit und sorgen für Unterdrückung und Ausbeutung bis hin zu körperlicher Gewalt oder sogar Mord: Auf diese unhaltbaren Zustände reagieren weltweit zahllose Kunstschaffende mit ihren Werken, um für sich und andere marginalisierte Menschen gleichberechtigte und zukunftsweisende Lebensmöglichkeiten zu erwirken. Es ist genau der richtige Zeitpunkt, sich einen Überblick zu verschaffen, wie Kunstschaffende ihre Kunst mit politischer Bedeutung versehen und so faszinierende wie aufrüttelnde Kunstwerke schaffen.

Das Kunstmuseum Wolfsburg bietet im Rahmen der Ausstellung Empowerment mit rund 100 künstlerischen Positionen erstmals einen derart umfangreichen globalen Überblick über Kunst und Feminismen des 21. Jahrhunderts – und das aus rund 50 Ländern aus allen Kontinenten. Im Rahmen von sieben Themenfeldern, die sich aus der weltweiten Recherche ergeben haben (Protest & Empowerment, Gender & Identity, Herstories & Other Narratives, Desired & Violated Bodies, Labour of Care, Planetary Challenges, Feminist Futures), werden mit den Kunstwerken u.a. folgende Fragestellungen untersucht: Wie agieren Kunstschaffende in der postkolonialen, digitalen Gegenwart aus ihrer jeweiligen Situation heraus? Welches emanzipatorische Verständnis liegt ihrer Kunst zugrunde? Wie weiten sie den Blick auf eine feministisch orientierte Zukunft? Verhandelt werden außerdem Fragen bezüglich sozialer Ungleichheit, Sexismus, Rassismus, Migration, das Verhältnis von Körpern, Technologie sowie ökologische Anliegen.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Empowerment

ALIX MARIE STYX

Mit der französischen Künstlerin Alix Marie und dem US-amerikanischen Fotografen Paul Mpagi Sepuya werden zwei künstlerische Positionen im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg, vorgestellt, die sich unter Anwendung verschiedener künstlerischer Methoden mit dem menschlichen Körper, Herkunft und Gender auseinandersetzen.

Weitere Informationen zu der Ausstellung finden Sie unter folgendem Link: ALIX MARIE STYX

Die neuen Bilder des Augustus

Augustus markiert einen Wendepunkt in der römischen Geschichte. Der erste Kaiser (27 v. Chr. bis 14 n. Chr.) besitzt nicht nur eine immense Macht, sondern bedient sich auch neuartiger Kommunikationsstrategien. Die erste Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zu Augustus in Deutschland seit 34 Jahren präsentiert mit etwas mehr als 200 Objekten wie Statuen, Büsten, Reliefs, Wandgemälden, Münzen und Keramiken, die u.a. aus dem Louvre in Paris, den Uffizien in Florenz, den Kapitolinischen und Vatikanischen Museen in Rom, dem Archäologischen  Nationalmuseum in Neapel und weiteren bedeutenden europäischen Museen und Sammlungen stammen, die Bilder und Monumente dieser Zeit.

Weitere Informationen zu der Ausstellung finden Sie unter folgendem Link: Die neuen Bilder des Augustus 

MG&G messe 2022

An fünf Tagen präsentiert die „MK&G messe“ die neusten Trends im zeitgenössischen Kunsthandwerk. Renommierte Positionen und internationale Strömungen aus vielen gestalterischen Disziplinen, unter anderem Keramik, Textil und Schmuck, treffen auf frische und junge Perspektiven. Begleitend greift das Rahmenprogramm viele aktuelle Themen auf und behandelt unter anderem die Wertschätzung kreativer, authentischer Produktionsprozesse.

Contemporary Craft: Young-Jae Lee

Mit der neuen Ausstellungsserie „Contemporary Craft“ rückt das MK&G das Thema Kunsthandwerk stärker in den Fokus. Wie in diesem Jahr soll die Reihe auch zukünftig parallel zu der renommierten MK&G messe beginnen. Die erste Ausgabe der Reihe eröffnet die Keramikerin Young-Jae Lee. Die einzigartigen Keramikobjekte der wegweisenden Künstlerin schaffen eine Verbindung zwischen fernöstlicher und westlicher Formensprache und wurden bereits international ausgestellt.

Unter folgendem Link erhalten Sie nähere Informationen: Contemporary Craft: Young-Jae Lee

Philosophisches Café

Angesichts der sengenden Hitze und der lodernden Waldbrände wird der Klimawandel immer konkreter spürbar. Klimawissenschaftler werden in ihren Prognosen bestätigt und mahnen unentwegt, Maßnahmen zum Klimaschutz seien dringlich umzusetzen. Zwar ist die Erderwärmung längst Thema auf der politischen Agenda aller Parteien, aber die radikalen Beschlüsse, die die Wissenschaft fordert, bleiben aus.

Der Beitrag einer Einzelperson scheint genauso wie der eines einzelnen Staates verschwindend klein. Wofür bin ich verantwortlich, wenn die anderen nichts tun? Was ist die Pflicht eines Staates wie Deutschland, wenn China, Russland oder die USA Klimaabkommen nicht mittragen? Wem sind wir wozu verpflichtet: zukünftigen Generationen, Menschen in anderen Ländern, der Natur? Darum geht es bei diesem philosophischen Klimagipfel mit Kirsten Meyer.

Inhaber*innen der NDR Kultur Karte erhalten eine Ermäßigung von vier Euro. Tickets können ab dem 15. September unter folgendem Link erworben werden: Tickets Philosophisches Café